Bouldern – Fitness für den ganzen Körper

Erst einmal kurz zur Erklärung des Begriffs „Bouldern“: Bouldern kommt aus dem englischen und ist abgeleitet von „boulder“ (engl. „Felsblock“). Es ist eine Art des Sportkletterns und bezeichnet das Klettern ohne Kletterseil oder Klettergurt. Normalerweise bewegt man sich beim Bouldern an einer Kletterwand oder einem Fels in Absprunghöhe.

Ist Bouldern (k)ein Sport für jedermann?

Zunächst sei gesagt: Bouldern ist echt anstrengend 😉 Mir tat nach dem ersten Mal so ziemlich alles weh. Das liegt einfach in der Natur der Sache, denn beim Bouldern werden alle Muskeln beansprucht. Hände, Arme, Schultern, Bauch, Rücken, Beine, Füße – alles ist im Einsatz, und das nicht zu knapp.
Ein weiterer Benefit ist die Tatsache, dass Bouldern die Koordination und den Gleichgewichtssinn trainiert und fördert.

Bouldern in der Halle oder im Freien

Das Gute am Bouldern ist, es ist ein Ganzjahressport. In Herbst und Winter kann man in einer Kletterhalle bouldern. Kletterhallen gibt es inzwischen in jeder größeren Stadt. Dort ist das Bouldern natürlich etwas ungefährlicher, da

  1. der Boden flächig mit Matten bedeckt ist, und
  2. es Griffe und Touren von leicht bis anspruchsvoll gibt, so dass sich jeder das passende aussuchen kann.

Im Sommer geht’s natürlich raus in die Natur. Hier sollte man sich nicht überschätzen, denn der Schwierigkeitsgrad ist am Fels weit weniger variabel als in der Halle ;-). Also vielleicht vorsichtshalber googeln, was sich denn in der Nähe zum Bouldern eignet. Einen weichen Boden gibt es hier auch nicht überall. Aber dafür gibt es sogenannte „Crashpads“. Das ist nichts anderes als eine stabile Matte, die man unter seiner Boulder-Route auslegen kann, damit im Falle eines Absprungs eine einigermaßen weiche Landung gesichert ist.

Ein weiterer Vorteil beim Bouldern ist, dass es kein exklusiver und teurer Sport sein muss. Eigentlich benötigst du zum Bouldern nur ein paar ordentliche Sportklamotten, wer möchte einen Baucbeutel mit Talkumpuder, um die Hände trocken zu halten, für’s Bouldern um Freien evtl. ein Crashpad und – ganz wichtig – ordentliche Kletterschuhe. Dann kann es eigentlich schon losgehen.
Ich finde es auch ganz gut, dass man alleine Bouldern kann. Ich finde es zwar zu mehreren schöner, weil es einfach mehr Spaß macht, aber es geht auch alleine, da hier ja nicht gesichert werden muss. Zumindest in der Kletterhalle ist es einigermaßen ungefährlich. Beim Bouldern in der Natur habe ich immer gerne noch jemanden dabei, falls wirklich einmal etwas schief gehen sollte.

Hier ein kurzer Einblick zum Appetit machen. Und nein, das sind keine Anfänger… 😉

Nicht direkt von 0 auf 100

Einsteigern empfehle ich (egal in welcher Jahreszeit 😉 ) in einer Kletterhalle zu beginnen um ein Feeling für diesen Sport zu entwickeln. In der Halle stehen auch erfahrene Kletterer zur Verfügung, die dir ein paar Tipps und Tricks verraten können. Zunächst solltest du die Klettertechnik beherrschen, bevor du dich in die freie Natur wagst. Du solltest dich richtig einschätzen können und wissen, welcher Griff für dich funktioniert und welcher nicht. Erst dann solltest du dich an echte Felsen trauen.

Fazit: Bouldern ist ein herrlicher Ganzjahres-Sport. Er ist anstrengend, bewegungsfördernd, super für Koordination und Gleichgewicht und nicht sehr teuer. Für mich sind damit einige wichtige Kriterien erfüllt, um in die Top10 meiner Lieblings-Sportarten aufzusteigen.

 

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2016-11-07T10:03:49+00:00 Fitness|0 Kommentare

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